Wie wurde man im Mittelalter vom Pagen zum Ritter?

„Hallo, hier ist wieder Roger aus Wilberfoss. Erinnert Ihr Euch noch an den Fechtmeister, den ich letztens erwähnt habe? Ein wirklich harter Knochen, aber er versteht sein Handwerk und kennt kein Pardon mit uns. Soweit ich weiß, gibt es in unserer Zeit niemanden weit und breit, der sich mit ihm messen könnte, weder bei uns in England noch in den Ländern jenseits des Meeres.“

„Unser Fechtmeister ist Angelsachse und stammt aus einer langen Serie von huscarls; das war die Leibgarde des letzten angelsächsischen Königs Harold Godwinson. Er ist ein exzellenter und erfahrener Kämpfer, der mich und meine Freunde am Gutshof zu Rittern ausbildet. Das ist schon komisch, denn er ist ja selber keiner. Wollt Ihr wissen, warum?“

Wenn einer im Mittelalter eine Reise tat, …

… dann machte er das normalerweise nicht freiwillig und nur auf dem Weg des geringsten Widerstands. Das bedeutete selbstverständlich immer noch nicht, dass Reisen zum Vergnügen wurde. Denn im Mittelalter war Reisen vor allem mühsam, eine Gefahr für Leib und Leben und sehr, sehr zeitraubend.

Linkshänder im Mittelalter

„Hallo, ich bin’s wieder, Roger aus Wilberfoss. Wusstet Ihr eigentlich, dass mich viele der Leute in meinem Heimatdorf mit Argwohn betrachten? Vor allem der Priester rümpft immer die Nase, wenn er mich sieht, und greift eilig nach dem Kreuz auf seiner Brust. Wahrscheinlich meint er, dass ihm das gegen die böse Aura hilft, die mich umgibt. Und das alles, weil ich Linkshänder bin.“

Sprachliche Überreste der Wikinger in York

„Hallo, hier ist wieder Roger. Erinnert Ihr Euch an mich? Ich bin Roger aus Wilberfoss, einem kleinen Ort östlich von York. Letztes Mal habe ich Euch von der Luft in York erzählt. Heute möchte ich Euch über eine Eigenart des englischen Nordens berichten. Und zwar geht es um Tore, die gar keine sind.“

Wie riecht eine Stadt im Mittelalter?

„Mein Name ist Roger. Aufgewachsen bin ich in Wilberfoss, einem kleinen Dorf östlich von York, wo ich mein ganzes Leben verbracht habe. Bis jetzt. Mit 18 Jahren habe ich meinen Heimatort verlassen, weil ich nach York musste. Jetzt bin ich hier, in dieser riesigen Stadt im Norden Englands. Und ich kann Euch sagen: York stinkt!“

950 Jahre normannische Eroberung

Am 14. Oktober 2016 jährt sich der normannische Sieg in Hastings aus dem Jahre 1066 zum 950. Mal. Damals besiegte ein unehelicher Herzogssohn den angelsächsischen König Harold Godwinson in einer Schlacht, die auch anders hätte ausgehen können. Vor seiner Überfahrt noch allgemein unter dem wenig schmeichelhaften Namen Wilhelm der Bastard bekannt, nannte man ihn bald ehrfurchtsvoll Wilhelm den Eroberer. Doch die vollständige Eroberung Englands dauerte lange. Noch Jahre nach seinem Triumph bei Hastings musste sich König Wilhelm mit den aufständischen Angelsachsen, vor allem im Norden Englands, herumschlagen. Letztendlich half aber aller Widerstand nichts.