Birgit Constant ist promovierte Mediävistin mit langjähriger IT-Erfahrung, liebt Sprachen, Sprache und das Schreiben, und liest wahnsinnig gerne vor.

Als Wandlerin zwischen den Welten betreibt sie Extremsport auf die sanfte Art und verbindet dadurch Bereiche, die auf den ersten Blick nicht zusammengehören: deutsch und fremdsprachlich, Groß und Klein, modern und mittelalterlich, Frau und Technik, und noch einiges mehr.

Autorin wider Willen

Ich wollte nie Autorin werden. Ich habe keine ellenlangen Geschichten verfasst, bevor ich schreiben konnte. Ich habe auf keiner alten Schreibmaschine seitenweise Erzählungen getippt, bis meine Finger wund waren. Ich habe nicht Dutzende von Manuskripten in allen zugänglichen Schubladen meines Zimmers versteckt. Nein, meine schriftstellerischen Ergüsse im Kinder- und Jugendalter beschränken sich auf selbstgezeichnete kleine Bildergeschichten über ein Pferd namens Wulle und einen Vogel namens Emiel.

Ein Buch schreiben

Was ich jedoch unbedingt wollte, war, ein Buch zu schreiben. Auf die Idee brachte mich meine Deutschlehrerin in der Unterstufe, die so begeistert von meinen Aufsätzen war, dass sie mich eines Tages fragte, ob ich nicht ein Kinderbuch schreiben wollte. Seitdem schlummerte dieser Wunsch in mir; versteckt, aber nie vergessen oder aufgegeben.

Forschungen im Mittelalter

Einen ersten Schritt in diese Richtung ging ich erst viel später, als ich im Studium meine Leidenschaft für das Mittelalter entdeckte. Meine anschließende Dissertation über den französischen Artusroman des Mittelalters wurde im Verlag veröffentlicht, zeigte mir aber vor allem eins: Das akademische Korsett war nicht das, was ich mir für mich und mein Buch vorgestellt hatte. Darüber hinaus handelte es sich um eine Pflichtveröffentlichung. Das Buch, von dem ich so lange geträumt hatte, sollte aus freien Stücken, aus Lust am Erzählen aus dem und über das Mittelalter entstehen.

Ein Schreibwettbewerb liefert die Idee für ein Manuskript

Wieder vergingen viele Jahre, bis ich nach der Geburt meines ersten Sohnes begann, viele Kinderbücher (vor-) zu lesen und selbst kleine Geschichten aufzuschreiben. Nach Manuskripten für ein Kinderbuch und einen Freche-Frauen-Roman kam mir anlässlich einer Ausschreibung die Idee zu einer Geschichte, die schnell den Weg vor einen mittelalterlichen Hintergrund fand. In einem Schreibkurs wuchs die Idee zu einem Konzept und einem Arbeitsplan heran. Ende September 2016 stand der erste Entwurf des Manuskripts.

Das Buch kommt

Mittlerweile hat das Manuskript einen Verlag gefunden, der es im Sommer 2019 herausbringt. Ich nutze die Zeit bis dahin, um am nächsten Projekt zu arbeiten, denn das erste Buch ist garantiert nicht das letzte.

Ich wollte nie Autorin werden, aber irgendwie bin ich jetzt doch eine.